Hannah Dougherty

03.06.–31.07.2005

Um die Arbeit von Hannah Dougherty einzuordnen, bedarf es Vorstellungskraft und Fantasie. Es handelt sich weder um Surrealismus noch Pop-Art, und auch nicht um Post-Pop, wie oft angenommen wird. Mit dem Surrealismus teilen ihre Arbeiten den Hang, entgegengesetzte Realitäten miteinander zu verbinden – prosaische Tiere wie Hirsch oder Esel besitzen zweifelsohne keine Flügel, geschweige denn die Fähigkeit zu fliegen. Außerdem teilt der teilweise fast klassische ikonographische Inhalt von Doughertys Arbeiten nicht die Begeisterung für Konsumerismus, feiert nicht Gemeinplätze und Konsum, wie es bei Pop-Art der Fall ist und ebenso wenig ist er ein direkter, ironischer Kommentar zu einem spätkapitalistischen Konsumerismus, wie ihn die Post-Pop-Bewegung zu verbreiten sucht. Was Doughertys Arbeiten auf jeden Fall mit diesen drei Bewegungen bzw. Kunstrichtungen verbindet, ist die Liebe zur und die Freiheit der Collage, sei es durch die Wiederverwertung gefundenen Materials, gefundener Bilder oder Ideen, bzw. durch die Umpolung dieser Ressourcen, sodass völlig andere und frei interpretierbare Bedeutungen entstehen.