Franz Graf

03.12.1999–29.01.2000

Franz Graf reagiert mit seiner Arbeit unmittelbar auf seine Umgebung, setzt sie in Bezug zum architektonischen Raum. Er bedient sich bei seinen Ausstellungen eines Archivs, welches er von Zeichnungen als auch von Fotografien angelegt hat. Er geht von der Raumstruktur aus, setzt sich mit ihr auseinander und bringt seine Installation ein. Das konstitutive Element ist die Zeichnung. Transparentpapier wird von beiden Seiten mit Graphit bearbeitet, aus dichten kurzen Strichen formieren sich geometrisch konstruierte Muster und Elemente zu schematisierten Bildern. Die Blätter werden - manchmal auch zwei übereinandergelegt - zwischen Glasplatten montiert und zu Tableaus zusammengefügt. In den neueren Arbeiten werden die Zeichnungen (Tusche/Graphit) auf Leinwände gebracht. Wie es das Konzept des Künstlers vorsieht, werden für die Installation in der Galerie neue Arbeiten (Papier und große Leinwände) in spontaner Weise mit schon älteren zusammengefügt. Als Teile der zu entstehenden Ausstellung stehen Zeichnungen fest, die auf das Thema Gewalt/Täter/Opfer/Angst Bezug nehmen, sowie neue Porträtzeichnungen, die sich im Gegensatz zu früheren Arbeiten auf historische Vorlagen beziehen.