Why Do We Cover Our Interior Walls And Windows?

04.05.–02.06.2001

Bilder in und von Räumen: Die klassische Moderne hinterlässt die Vorstellung einer Ordnung, in der Architektur und Raumkunst dem Bild, der Plastik, dem Relief Orte zuweisen. Was aber, wenn die urbane Landschaft, die analytische Beschäftigung mit der städtischen Lebenswelt und der Architektur - einige Generationen später - sich selbst in diesen Flächen spiegelt?

Um dieser Frage nachzugehen zieht die Galerie Krobath Wimmer in dieser Zusammenstellung zunächst zwei historische Positionen heran: Während Richard Paul Lohses Bild „Ordnung aus Gleichung und Kontrast" (1952/1982) als Beispiel für ein in sich geschlossenes visuelles Regelwerk gelesen werden kann, konstruierte Marc Adrian in deutlicher Opposition zum figurativ-abstrakten Skulpturenkanon seiner Zeit bereits in den fünfziger Jahren kinetische Ensembles, die einen alternativen Raum, frei von gravitätischen Notwendigkeiten gebauter Architektur ins Blickfeld rücken.

In diesen Arbeiten wird ein Grad an Autonomie erreicht, der für KünstlerInnen zwei Generationen später so nicht mehr gültig sein kann. Vielmehr sind die Räume, die solcherart konstituiert wurden, selbst ins Blickfeld künstlerischen Schaffens gerückt.

Die Ausstellung nimmt zum Anlass, verschiedene Vorgangsweisen der Bildproduktion innerhalb des Galerieprogrammes darzustellen, wobei diese auch innerhalb der jeweiligen Werkkonzepte ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen. So sind die zusammengestellten Werke von KünstlerInnen der Galerie Beispiele für verschiedene Herangehens- weisen der Analyse, des visuellen und kulturellen Lesens von Räumen, notiert als Malerei, Fotografie, Zeichnung, Video.