Jiří Kovanda

08.04.–27.05.2006

Jiří Kovanda gehört zu einer Gruppe kürzlich wiederentdeckter Konzeptkünstler aus den Ländern Mittel- und Osteuropas. Seine Aktionen und Interventionen aus den 70-er Jahren waren bereits Teil von Ausstellungen wie East Art Map, Body and the East und Parallel Actions. Zurzeit werden seine Arbeiten auch in der Ausstellung Kontakt – der Kunstsammlung der Erste Bank-Gruppe – im Museum Moderner Kunst (MUMOK) in Wien präsentiert. Aber nicht nur Kuratoren und Institutionen zeigen momentan starkes Interesse an Kovandas Arbeiten, sondern auch andere Künstler. Davon zeugt zum Beispiel Didier Courbots Remake-Versuch der Aktion „Cekám, až mi nekdo zavolá“ (Ich warte, bis mich jemand anruft). Gegenwärtig wird auch ein Katalog der kompletten Aktionen und Interventionen Kovandas aus den 70-er und 80-er Jahren fertiggestellt.

Kovandas Schaffensperioden lassen sich in kompakte Blöcke von mehreren Jahren unterteilen, in denen sich die äußere Erscheinung seiner Arbeit und deren formale Identität ändern. Dennoch finden sich in seinen Erwägungen bestimmte stabile Elemente. Er ist fasziniert vom Flüchtigen und den Bereichen, in denen Kunst und Alltäglichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind.