Gerold Miller

12.03.–16.04.2008

Die Galerie Krobath Wimmer freut sich, am 11. März die erste Einzelausstellung des Berliner Künstlers Gerold Miller zu eröffnen. Im Sommer 2006 wurde bereits die von dem Künstler kuratierte Gruppenausstellung „black/white & chewinggum“ in der Galerie präsentiert.

Gerold Miller zeigt neue Wandarbeiten aus der Serie „instant vision“. In den formal reduzierten Wandobjekten aus Aluminium und Lack setzt sich der Künstler mit Fragen der Bildlichkeit im Zwischenbereich von Bild und Skulptur auseinander. Er interessiert sich dabei für den sensiblen Grad, an dem sich Raum in Fläche verkehrt und Gegenständlichkeit zu Abstraktion wird. Als flache Skulpturen formulieren Millers Arbeiten dabei einen neuen Begriff von Bildlichkeit, der sich aus der größtmöglichen Distanz auf das Bild zu bewegt.

In“ instant vision“ setzt sich der Künstler mit dem für unsere beschleunigte Gegenwart typischen fragmentarischen Sehen auseinander. Die Objekte zeigen Oberflächen ohne Tiefe, schnell, schön, aber auch hart und präzise. Skulptur reduziert sich zu Malerei, räumliche Perspektiven werden durch die zentrifugale Bewegung rotierender Kreise ersetzt. Die Serie entstand aus der Bearbeitung visueller Impressionen, die prägende, aber vorübergehende optische Komponenten des urbanen Lebens sind. Diese Realität, die meist nur als flüchtig wahrgenommen wird, komprimiert Miller in „instant vision“ zu einem postindustriellen Impressionismus.

Ergänzend wird die Wiederauflage einer Konzeptarbeit von 1996 als Print zu sehen sein. Im Zentrum steht dabei der kleine Mischlingshund Viktor, der nach der Lektüre eines Katalogs von Gerold Miller die vier Ecken des Ausstellungsraums als Performance „markiert“. Anlässlich der Ausstellung erscheint eine neue Konzeptarbeit des Künstlers, die sich mit dem Verhältnis und den engen Verflechtungen von Galerie bzw. Sammler und Künstler auseinandersetzt.