Max Frey

12.03.–16.04.2008

Energie, Bewegung, Licht, physikalische Phänomene sind Themen der Arbeiten von Max Frey. In der Installation „pong ping“ (2007) werden hunderte von Tischtennisbällen, durch ein Gebläse angetrieben, auf einer vorgegebenen Bahn durcheinander gewirbelt. Es entstehen zugleich meditative als auch dem Zufallsprinzip überlassene Bewegungsbilder. Die Arbeit „pong ping“ veranschaulicht Energie als Grundlage für Verwandlung, Umwandlung und Austausch und überträgt diese fundamentalen Vorgänge in spannende Bilder. Das scheinbar einfache und sinnlose Treiben der Tischtennisbälle, das Auf und Ab, das Hin- und Hergeworfen- Werden inspiriert auf spielerische Weise die Lust am Sehen und Beobachten und führt uns im Kleinen die größeren Zusammenhänge vor Augen, die uns bestimmen.
In den „Rotoren“ (2004) entstehen Lichtzeichnungen, die aus der Übertragung von elektrischen Impulsen der kupferbeschichteten CDs auf LED Lampen resultieren. Die Zeichnungen auf den CDs werden von Ausschnitten der Konstruktionszeichnung des Objektes gebildet, so dass das Konzept des Rotors auch gleichzeitig die Steuerung des Lichts bestimmt. So existiert die Arbeit als Objekt, das seine eigenen Strukturen offen legt und zugleich in den temporären Lichtbildern, die wie in einer Art filmischer Inszenierung den Raum mitgestalten.
In der Arbeit „Rotating Color Slides“ (2007) sind vier Projektoren von allen vier Seiten auf einen rotierenden Spiegelkubus gerichtet. Die Projektoren sind mit je 40 Dias bestückt die stetig das gesamte Farbspektrum durchlaufen. Das Licht der Projektionen wird durch die Spiegel an die Wände des Raumes geworfen, an denen sie dann gemäß der Rotation des Kubus im Kreis laufen. An einigen Stellen kommt es zur Überlagerung zweier Projektionen und so zu einer Farbmischung der Projektionen. Bei jeder Umdrehung schaltet der Spiegel je ein Dia in den Projektoren weiter, so dass sich die Lichtstimmung im Raum langsam ändert. Das Licht bestimmt hier als raumgreifendes Phänomen die Umgebung mit und ist für den Betrachter nicht in Einzelbildern zu fassen. Vielmehr muss man sich auf das ständig wandelnde Farbkontinuum einlassen.
Aus eher einfachen, alltäglichen Materialien wie Fahrradspeichen, Spiegeln, Tischtennisbällen und Pappe sowie Motoren und Gebläsen entstehen in den Objekten und temporären Installationen von Max Frey komplexe und zugleich poetische Bilder, die uns immer wieder vor Augen führen, dass unsere gesamte Wahrnehmung im Fluss ist. Sie weisen darauf hin, dass das eine statische Bild nicht existiert, sondern dass sich alle Sinneseindrücke überlagern und wechselseitig beeinflussen.