Octavian Trauttmansdorff

17.03.–06.05.2000

Man betritt die Galerie und wird sogleich mit den raumtrennenden Konstruktionen von Octavian Trauttmansdorff konfrontiert. Die Begehung der Installation zeigt die unterschiedlichen Formen der Raeume: Rundgang, Raum, Gasse und Kulisse. Die Raumwirkung wird bestimmt durch die Form der Wellpappe und deren dynamisch wellige Anordung. An verschiedenen Punkten der Raeume trifft man auf Fotografien, die sich mit einem eigenenen psychologischen Blick auf unter-schiedliche gesellschaftliche Momente beziehen.


Die Fotos sind direkt an die Wellpappe-Waende gehaengt und verbinden sich mit der neuen Form der Raumarchitektur. Durch die raeumliche Situation trifft der Besucher zudem in seinem Rundgang eher zufaellig und fluechtig auf die Fotos. Die veraenderte Raumsituation mit ihren unterschiedlichen Verlaeufen verweist auf die Architektur und die Funktion der Galerie - zeigen den Bezug zum oeffentlichen Raum, die Konstruktion einer Geschichte der sozialen Verhaelnisse der Oeffenlichkeit sowie die Form deren Kommunikation.

Vom Eingang der Galerie aus rechts betritt man einen kulissenartigen Raum. Hier hat Trauttmansdorff die Texte und Artefakte von Anton Schmidt in Gemeinschaftsarbeit plaziert. Dafuer steht beispielhaft das Foto zweier Menschen in einem U-Bahnkaffee in Wien.