Igor Eškinja

20.06.–31.08.2007

Die Galerie Krobath Wimmer freut sich, die erste Einzelausstellung von Igor Eškinja zu präsentieren.
Die künstlerische Arbeit des kroatischen Künstlers befasst sich seit ihren Anfängen mit dem Thema Wahrnehmung. Durch minimale Eingriffe entstehen illusionistische Effekte, die die Wahrnehmungsprozesse des Betrachters in Frage stellen, indem sie ihn an die Grenze zwischen purer Illusion und effektiver Wirklichkeit bringen.
Er greift dabei auf verschiedene Techniken zurück, die von Fotografie (Abbildungen illusionistischer Situationen, die wiederum alltägliche Objekte darstellen) zu installativen-ortsspezifischen Arbeiten reichen, bei denen er alltägliche, banale Materialien wie zum Beispiel Klebeband direkt auf die Wandflächen oder den Boden appliziert.

Wir sehen Kartonschachteln, die aus einfachen Klebebandstreifen entstehen, ein Kabel, das die Form eines Mikrophons nachstellt, Ordner, wie wir sie vom Desktop jedes Computers kennen, einen Teppich aus Hausstaub, der im Vorbeigehen verschwindet. Die Formensprache, die er dabei verwendet, ist auf ein Minimum reduziert und konzentriert sich vor allem auf die Konturen der Objekte. Die Darstellung balanciert immer wieder zwischen perspektivischer Realität und Illusion, sie löst den Raum auf, indem sie die Objekte entmaterialisiert. Es ist das menschliche Auge, das die fehlenden Teile der dargestellten Dinge ergänzt, indem es sich auf die Information aus vorhergehenden Erfahrungen stützt. Der Betrachter ist also der wahre Protagonist von Eškinja’s Arbeiten, denen immer eine gewisse Ironie zu eigen ist. Die Darstellungen beziehen sich auf alltägliche, uns angenehm bekannte Formen und Objekte, vereiteln jedoch gleichzeitig jegliche Möglichkeit deren Benützung.