ELISA ALBERTI
transcending forms

05.04.‚ÄĒ03.05.2024

√úber die Ausstellung

Monochrome Farbfl√§chen und geometrische Konfigurationen‚ÄĒElisa Albertis Oeuvre ist bekannt f√ľr ihre pr√§zise Formensprache, innerhalb derer pr√§zise Ausf√ľhrungen minimalistischer Elemente auf akribisch ausgef√ľhrte malerische Techniken treffen. In ihrer aktuellen Ausstellung ‚ÄěTranscending Forms‚Äú in der Galerie Krobath, Wien, reflektiert die K√ľnstlerin das eigene Formenvokabular und widmet sich der Erweiterung und Verfeinerung dessen. So entsteht eine Kontemplation der Oberfl√§chenstruktur der Leinwand und eine erste Entwicklung zu Skulptur und Objekt beginnt.

Inspiriert von der Neo-Geo-Bewegung der 1980er Jahre, mit bekannten Vertreter*innen wie Gerwald Rockenschaub, legt Alberti in ihrem Werk den Fokus auf die Essenz der Abstraktion durch eine kontinuierliche Reduktion und meidet die eigene Arbeit durch ein Narrativ zu erkl√§ren. Ein klar definiertes Spektrum von Farbe und Symbolik entsteht‚ÄĒurspr√ľnglich fu√üend in der k√ľnstlerischen Erforschung figurativer Motive, wie etwa in organisch-pflanzlichen Formen in Verbindung mit abstrakten Formen. Im Laufe der Zeit hat Alberti diese Motive systematisch abgeschw√§cht, sie bis zur Grenze der Abstraktion vorangetrieben, bis ihre Verbindung zum Fassbaren vollst√§ndig aufgel√∂st war‚ÄĒein Formenvokabular, das den/die Betrachter*in dazu anregt, √ľber das Potenzial von minimalen Abweichungen und subtilen Verschiebungen nachzudenken, um neue Konfigurationen, Farbarrangements und interessante Layouts zu gewinnen.

Innerhalb von “Transcending Forms” f√ľhrt die K√ľnstlerin erneut chromatische Experimente ein, insbesondere mit Kobaltblau, mit dem sie bei zwei Werken innerhalb der Ausstellung gearbeitet hat. Gerade in diesen Kompositionen treten die feinen Nuancen und subtilen Unterschiede der Farbfl√§chen deutlich hervor. Die Leinwand durchdringt intermittierend, enth√ľllt ein Zusammenspiel von Helligkeit, Schatten und tonalen Kontrasten. Dar√ľber hinaus sticht eine Serie von Arbeiten auf Naturleinen heraus, die die bewusste Entscheidung der K√ľnstlerin zeigen, Bereiche und Formen offen zu lassen. Dieser Ansatz erm√∂glicht es der Textur der Leinwand, subtil zum Vorschein zu kommen und f√ľhrt zu einer feinen Komposition von Farbe.

Innerhalb der Ausstellung f√ľhrt Alberti erstmals ein skulpturales Element ein. Im rechten Teil der Galerie positioniert, l√§dt ein Objekt aus geb√ľrstetem Aluminium, das in der charakteristischen formalen Sprache der K√ľnstlerin ausgearbeitet ist, die Betrachter*innen dazu ein, sich eingehend mit seiner Form auseinanderzusetzen. Frei von einem traditionellen Sockel, integriert sich die Skulptur nahtlos in den Galerieraum und l√§dt die Besucher*innen dazu ein, sich durch ihre multidimensionale Pr√§senz in Albertis formales Vokabular zu vertiefen.

“Transcending Forms” dient als introspektive Reflexion von Albertis eigener k√ľnstlerischer Praxis. Die Ausstellung beinhaltet eine bewusste Wiederbesch√§ftigung mit zuvor erkundeten Elementen, w√§hrend die K√ľnstlerin danach strebt, deren verborgenes Potenzial auf neue Weise zu nutzen und somit neue Konfigurationen geometrischer Formen, Farbarrangements und dreidimensionaler Werke zu schaffen.

Text: Livia Klein

Weitere Informationen:

Biografie, Ausstellungen, Werke